Landarztfans - Interview mit Thomas B. Martin


Was hat Sie dazu bewegt, die Rolle des Jens Halling anzunehmen?

1999 war ich als Jens erstmal nur in einer Episode als Seemann zu sehen, gemeinsam mit Janina Hartwig. Das gesamte Team merkte dann, dass der Jens sehr gut nach Deekelsen passt und fragten mich dann, ob ich denn nicht festes Esemble Mitglied werden möchte und da ich meine Figur sehr mag und wir Schauspieler uns immer über eine Rolle freuen, hab ich dann angenommen

 

Was reizt Sie nach so vielen Jahren immer noch an ihrer Rolle?

Jao, mir ist der Jens ans Herz gewachsen, sowie meine Spielpartnerin Daniela Hoffmann auch. Außerdem ist das gesamte Team wie ein zweites Zu Hause und man freut sich immer, wenn man wieder hin darf

 

Was würden Sie sich gerne einmal für ihre Rolle wünschen?

Es war ja bisher immer mal so, dass in einzelnen Folgen die Jugendlichen aus Deekelsen zum Jens gekommen sind und ihn m Rat gefragt haben. Jens hat halt ein offenes Ohr und es war eigentlich immer mein Wunsch, dass dies auch mal richtiger Bestandteil von meiner Figur wird und dann habe ich mit Berit Teschner (ZDF) und der Produktion gesprochen und dieser Wunsch wurde jetzt auch erhört und man darf gespannt sein, was daraus geworden ist.

 

Was war bisher Ihre schönste Erfahrung bei den Dreharbeiten?

Das ist vielleicht nicht unbedingt eine schöne Erfahrung, aber irgendwie schon.

Als ich letztes Jahr zu den Dreharbeiten gefahren bin, erreichte mich unterwegs ein Anruf, dass mein Vater gestorben ist. Das ist natürlich im ersten Moment ein Schock, aber ich entscheid mich, nicht umzudrehen, da ich wusste das meine Schwester versorgt ist. Somit fuhr ich dann weiter nach Kappeln und habe am nächsten Tag gedreht. Der Regiesseurin (Frauke Thielecke) und meinen ganzen Kollegen habe ich diese Tatsache gesagt und sie hatten alle Verständnis, sodass dann manchmal auch eine halbe Stunde Pause war, weil ich einfach nicht konnte. Dabei habe ich einfach gemerkt, was für ein tolles Team wir da haben und es wirklich eine zweite Familie ist und somit eigentlich eine schöne Erfahrung.

 

Wie haben Sie sich auf Ihre Rolle vorbereitet?

Naja, es ist ja so, dass ich ja aus Stuttgart komme und somit sehr gut schwäbeln kann. Also habe ich mir dann erstmal gesagt, dass ich hamburgerisch vielleicht lernen sollte, damit ich am Set nicht so unangenehm auffalle. Ja und ansonsten war ja die Geschichte sehr klar gegliedert, sodass es dann sofort bei einem im Kopf kreativ wird, wenn man die ersten Textseiten liest und dann bedarf es eigentlich keiner weiteren großen Vorbereitung, außer den Text zu lernen.

 

Wie viel von Ihnen steckt denn in „Jens Halling“?

Oh, eine ganze Menge. Unter anderem das Grummelige und diese Ideen, die ich da immer mit dem Hinnerk aushecke (lacht).

 

War die Schauspielerei schon immer Ihr Traumberuf?

Ja, eigentlich schon, wobei ich früher immer Clown werden wollte. Das hätte auch fast geklappt, aber dann bin ich über meine Mutter näher ans Theater heran gekommen und habe dann in Hamburg gelernt.

 

Sie Singen, Synchronisieren, Fotografieren, schauspielern...Was macht Ihnen davon am meisten Spaß?

Natürlich irgendwo alles, wobei ich immer sehr gerne etwas mit meiner Stimme mache und da machen dann am meisten die Hörspiele Spaß.

 

Mit wem würden Sie gerne einmal gemeinsam vor der Kamera stehen?

Mit John Malkovich.

 

Welchen Charakter spielen Sie am Liebsten? Den Dorftrottel oder eher den Bösen?

Die Guten sind ja irgendwo langweilig, weil Sie keine Ecken und Kanten haben. Den „Dorftrottel“ spiele ich sehr gerne, da er einfach lustig ist und dann darf ich gemeinsam mit Gerhard Olschewski sehr viel improvisieren am Set. Das dürfen glaube ich sonst nur sehr wenige und das Team akzeptiert es, da sie merken, dass das ankommt und das vielleicht sogar besser, als die ursprüngliche Fassung im Drehbuch.

Die Bösen/ Zwiespältigen spiele ich gerne, weil der Zuschauer eben nicht immer unbedingt gleich weiß, ob man eben der Gute oder der Böse ist und das reizt mich dann immer an den Rollen. Jetzt bei der Soko spiele ich auch wieder einen Bösen.

 

Was dürfen Sie schon über Ihre „Großstadtrevier“ - Rolle verraten?

Ich spiele einen miesen Zuhälter....Mehr dann in der Folge

 

Sind ja auch bei Facebook, aber posten ja eher Links und nicht unbedingt was aus ihrem Leben. Warum?

Naja, zum einen hat man ja auch nicht immer Zeit für Facebook und ich bin immoment auch wieder dabei mich etwas frei zu schwimmen. Die Links, die ich über uns Schauspieler z.B. teile, liegen mir immer sehr am Herzen, da wir es imoment echt nicht leicht haben. Zu Facebook gekommen bin ich durch die Tatsache, dass es dort viele alte Freunde gefunden habe, wie z.B. meinen besten Freund vom Internat.

 

Und was meinen Sie warum „netzwerken“ in Ihrer Branche so interessant/ wichtig ist?

Puh, das ist eine schwere Frage. Ich würde mal sagen, dass einem Facebook natürlich einiges erleichtert und man natürlich Kontakt zu den Fans oder Kollegen hat. Wobei den Kontakt zu Kollegen auch anders pflegen kann, was ich auch tue durch Mails oder Briefe.

Ich bin aber auch der Meinung, dass der ganze Kram wie Handys, Internet auch mal aus bleiben sollte und das probiere ich immoment auch. Aber das klappt natürlich nicht immer und ich bin auch der Meinung, dass sicherlich noch wieder andere Zeiten kommen werden, wo Facebook und Co. Wieder total nebensächlich sind.

Ich sehe es z.B. auch bei meinen Kindern. Mein Sohn, ist völlig begeistert von allem was flimmert und meiner Tochter (Marta Martin) ist SchülerVZ schon total langweilig.

Apropo meine Tochter, die hat nämlich einen Kinofilm über Vampire gedreht, der im Dezember in die Kinos kommt.  

 

VIELEN DANK FÜR DAS TOLLE INTERVIEW!


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